Qi Gong Entspannung & Vagusnerv beruhigen: Wie deine Wirbelsäule den Stress loslässt
- anjaschluesche
- 21. Dez. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 28. Dez. 2025
Stell dir deinen Körper einmal wie eine lebendige Stadt vor. Es gibt Häuser, Straßen, Brücken - und mitten hindurch führt eine zentrale Hauptstraße: deine Wirbelsäule. Entlang dieser Straße fließen Tag und Nacht unzählige Signale: Gedanken, Bewegungsimpulse, Informationen über Organe, Temperatur oder Verdauung. Diese große Datenautobahn, geschützt von 24 knöchernen Wirbeln, verbindet Gehirn und Körper auf genialste Weise.
Doch manchmal steht im Berufsverkehr dieser Stadt ein Stau. Stress, Anspannung, schlechte Haltung - und schon klappt das System nicht mehr ganz so rund. Genau hier wird es spannend: Denn die Wirbelsäule und das vegetative Nervensystem arbeiten eng zusammen, vor allem über einen der faszinierendsten Nerven unseres Körpers: den Vagusnerv.

Der Vagusnerv - die „Beruhigungskraft“ im Körper
Der Vagusnerv ist so etwas wie das soziale Netzwerk deiner Organe. Er reicht vom Gehirn über Nacken, Brust und Bauch bis tief zu Herz und Verdauung. Über 80 % seiner Signale gehen vom Körper zurück ins Gehirn - er informiert also ständig darüber, wie es dir wirklich geht.
Er ist der wichtigste Teil des Parasympathikus - dem Entspannungsnerv unseres vegetativen Nervensystems. Wenn der Vagus aktiv ist:
beruhigt sich der Herzschlag
die Atmung wird tiefer
die Verdauung läuft
Muskeln und Gedanken entspannen
wir fühlen uns sicher und „angekommen“
Kurz gesagt: Er ist die Bremse, wenn unser Sympathikus (der Stressmodus) zu viel Gas gibt.
Wenn der Vagusnerv gut arbeitet, blühen wir auf. Wenn er gestresst ist … naja, dann fühlt sich unser Leben an wie eine Dauerbaustelle mit Stau auf allen Spuren. Das ist einer der Gründe, warum man im Stress sprichwörtlich „krumm wird“ - Nacken, Rücken und Kiefer spannen an, die Wirbelsäule verliert ihre Leichtigkeit.
Wie beeinflussen wir den Vagusnerv?
Das Wunderbare: Wir sind nicht nur „Passagiere“ - wir können aktiv helfen, den Vagusnerv zu beruhigen und den Körper vom Stress in die Erholung zu führen. Dabei unterstützen:
tiefe, gleichmäßige Atmung
sanfte Bewegung der Wirbelsäule
ruhige Haltung und entspannte Gesichtsmuskeln
Achtsamkeit und Entschleunigung
Vagusnerv Atemübungen - besonders das Ausatmen verlängern
Übungen für den Vagusnerv, die Kiefer, Zunge oder Stimme einbeziehen
Wenn wir den Vagusnerv entspannen, kann das Herz wieder ruhig schlagen, die Gedanken sortieren sich, und der Energiefluss entlang der Wirbelsäule wird frei.
Manchmal reicht schon ein bewusstes „Ahhh“ beim Ausatmen, um dem Nerv zu signalisieren: „Alles in Ordnung. Du darfst loslassen.“

Was hat das mit der Wirbelsäule zu tun?
Unsere Wirbelsäule hält nicht nur unseren Körper aufrecht - sie ist der Schutzmantel für all die Nervenbahnen, die vom Gehirn in den Körper ziehen. Zwischen den Wirbeln treten Nerven aus, die Organe, Muskeln und Sinne steuern. Wenn wir uns „krumm vor Stress“ machen, drücken wir auf dieses System und das Nervennetzwerk bekommt weniger Raum.
Hinzu kommt: Die kleinen Bewegungen des Brustkorbs beim Atmen beeinflussen direkt die Nerven im Rücken und damit auch den Vagus. Tiefe Atmung bedeutet mehr Bewegung in der Wirbelsäule und damit eine freundliche Massage für das Nervensystem.
Die Gleichung dahinter ist simpel:
Bewegung + Aufrichtung + Entspannung = Nerven lieben das.

Qigong - sanfte Magie für Wirbelsäule und Vagusnerv
Und genau hier kommt Qigong ins Spiel. Qi Gong ist wie ein „Wellnesstraining“ für dein Nervensystem:
fließende, ruhige Bewegungen
natürliches Aufrichten der Wirbelsäule
tiefe, bewusste Atmung
Meditation in Bewegung
Während wir im Alltag oft verkrampft „nach vorn“ leben, hilft Qigong uns, wieder Raum zu schaffen - zwischen den Wirbeln, im Brustkorb, im Kopf.
Qi Gong Entspannung und Stressabbau - so funktioniert’s:
der Atem wird tiefer → mehr Vagusstimulation
Muskeln entspannen → weniger Druck auf Nerven
der Geist kommt zur Ruhe → Parasympathikus darf arbeiten
das Nervensystem reguliert sich → Körper und Seele erholen sich
Qi Gong Entspannung bedeutet also: vom Gas aufs Gleichgewicht, wieder in die Balance finden - ohne abrupt zu bremsen.
Viele Übungen sind gleichzeitig Vagusnerv Übungen:
sanfte Drehungen des Oberkörpers
ruhiges Kreisen der Schultern
Aufrichtung und Lockerung des Nackens
langsame, fließende Bewegungen der Wirbelsäule
Vagusnerv Atemübungen: lange ausatmen, lächeln, seufzen
Eine kleine Übung für zwischendurch:
Setze dich aufrecht hin, atme tief ein - und beim langen Ausatmen lasse die Schultern sinken und seufze leise: „Haaaa…“. Das aktiviert den Vagus gleich doppelt: durch die Atmung und durch den Klang.
Das ist eine einfache Übung Vagus Nerv, die du sogar im Büro machen kannst.

Wenn die Wirbelsäule aufatmet, atmet auch dein Nervensystem auf
In einer Qigong-Stunde schenken wir unserer Wirbelsäule Bewegung, Achtsamkeit und Freiheit. Das vegetative Nervensystem, insbesondere der Vagusnerv, reagiert darauf mit Wohlgefühl, Sicherheit, innerer Ruhe.
Du kennst vielleicht das Gefühl nach dem Training:
„Ich bin wieder in mir angekommen.“ „Der Druck im Nacken ist weg.“ „Ich kann wieder tief durchatmen.“
Genau das ist Nervenharmonie. Genau das ist Qi im Fluss. Denn wenn die Hauptstraße frei ist, fährt das Leben wieder. 🌿
Fazit
Die Wirbelsäule ist unsere zentrale Nervenautobahn:
Der Vagusnerv bringt uns in den Entspannungsmodus
Stress blockiert - Qigong öffnet wieder den Fluss
Durch Qi Gong Stressabbau und Qi Gong Entspannung kommen wir zurück in Balance
Mit kleinen Vagusnerv Übungen und bewusster Atmung können wir jeden Tag den Körper erinnern: „Alles ist gut.“



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